Keyword: Medienkunst

Nachdenken

Viper-Basel-Cluster revisited

Dankenswerterweise haben mir Leser des Blog-Eintrages „Viper Ade, aber Basel bleibt!“ die Pressemitteilung zum geplanten „Festival der elektronischen Künste“ mit folgendem Korrektur-Ansinnen zugeschickt: Das Basler Medienforum sei nur einer von mehreren Initianten des neuen Festivals. Und weiter: Offiziell stehe die Viper noch nicht vor der Auflösung, wie das im tatkräftigen Mail der IG Film und Medienkunst zu lesen war. Aber wo steht sie dann? Mutiert die Viper etwa zum Stehauf-Medienkunstmonsterchen?

28.12.2006
Nachdenken

Ade Viper, doch Basel bleibt!

Auf Jahresende erreicht uns eine Nachricht der Basler Interessengemeinschaft „Film und Medienkunst“. Darin wird mitgeteilt, was niemanden überraschen, wenn auch nicht erfreuen, kann: Die Viper steht vor der Auflösung. Weiter heisst es in der Mitteilung, dass das Basler Medienforum „plug_in“ und die „IG Film und Medienkunst“ derzeit verhandeln. Und zwar darüber, wie sich die IG an einem zukünftigen „Festival der elektronischen Künste“ beteiligen wird.

27.12.2006
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Bei Zilla zu Besuch mit einem Buch

moon.jpgZilla Leutenegger ist Videkünstlerin, sie ist Zeichnerin, sie setzt dabei den Raum ein und die Vorstellungskraft der Betrachterin. Wer auf den Jahreswechsel ein medienkünstlerisches Juwel verschenken möchte, das man bequem in die Reisetasche stecken und beispielsweise im Zug geniessen kann, dem sei Zilla Leuteneggers Buch „Wichtiger Besuch“ wärmstens empfohlen.

27.12.2006
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Reality Hacking: Peter Regli im Walcheturm

anonymous-Reussdelta@Dec_11_14.15.38_2006.jpgMit Neat-Aushubmasse hat der Schweizer Künstler Peter Regli im Reuss-Delta eine künstliche Insel angelegt. Regli wird sein Projekt „Inselring“ morgen abend im Zürcher Kunstraum Walcheturm präsentieren und seine künstlerische Strategie darlegen. Nicht nur wegen Reglis Internet-Adresse www.realityhacking.com kann man Regli als Medienkünstler avant la lettre oder als Medienkünstler im Geiste in Betracht ziehen. Die Präsentation im Walcheturm bietet Gelegenheit, möglichen Verwandtschaften zwischen dem Label Medienkunst und dem Werk Reglis nachzugehen, unter anderem.

11.12.2006
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Stimme, Ohr, Radio

sor06_k.gifUnd wieder eine Trias, die eng zusammengehört – und deren Relationen zu allerlei spannenden Erkundungen einladen.
Aus medienwissenschaftlicher Perspektive nimmt sich dies eine gleichnamige Tagung vor, die am Donnerstag, 07.12.06 an der Universität Basel stattfindet.

06.12.2006
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Zürcher Medienkünstlerin formatiert Pirandello neu

general_stumm-pirandello_autor@Nov_23_00.44.18_2006_crop.jpgDie junge Medienkünstlerin Valentina Vuksic hat Luigi Pirandellos berühmtes Drama „Sechs Personen suchen einen Autor“ in ihrer Diplomarbeit quasi neu formatiert: Statt in einem Buch respektive auf der Bühne spielt sich das Drama um Pirandellos aufmüpfige Figuren in „Sigbeep – Sechs Prozesse suchen einen Operator“ zwischen vernetzten Computern ab. Dafür hat sie den diesjährigen «tpc creaTVty award» in der Wettbewerbs-Kategorie „Medienkunst/Mediengestaltung“.

23.11.2006
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Wilhelm Tells digitale Reproduzierbarkeit

IMG_2_smart_crop2.jpgMan könnte erschrecken, kommt man auf der Anreise ins Altdorfer Museum „Haus für Kunst Uri“ am wuchtigen Original vorbei: Wir sind zwar sattsam vertraut mit dem Tell, aber einem Tell in reproduziertem, handlichem Format, in Postkartenformat zum Beispiel. Das Zürcher Medienkunst-Kollektiv „code flow“ (Dimitrina Sevova und Alain Kessi) zeigt im Altdorfer „Haus für Kunst Uri“ unter anderem sein neues Video „altdorf sightseeing tour – your guide: code flow“. Darin wendet das bulgarische-schweizerische Künstlerpaar das Kardinalthema der Medienkunst, die Reproduzierbarkeit, auf das gute alte Urner Städtchen und seinen steinernen Helden an. Eine wunderbare Gelegenheitsarbeit – und übrigens eine wunderbare Gelegenheit, das erst 2004 eröffnete Museum für zeitgenössische Kunst kennenzulernen.

10.11.2006
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Medienkünstlerisch armierter Postpetrolismus

U1968698-Carter.6.20.79.jpgNaturschutz und Kunst: eine höchst spannungsgeladene Verbindung, aber natürlich spätestens seit Joseph Beuys Teil der Kunsthistorie. Der Zürcher Roman Keller, diplomierter Umweltwissenschaftler, Fotograf und (Medien)Künstler, verschränkt die zwei Disziplinen in seiner Person wie in seinen Arbeiten. Zusammen mit der Videokünstlerin Christina Hemauer ist er derzeit in den USA unterwegs, auf den Spuren von Jimmy Carters „Solar America“-Programm aus dem – heute so unvorstellbar vergangenen – Jahre 1979.

28.09.2006
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Basels weibliches Künstlertum im Luzerner Exil, multimedial vernetzt

Eule mit Federn_klein.jpgDiesen Freitag findet im Luzerner Ausstellungsraum „o.T. Raum für aktuelle Kunst“ die Vernissage der Ausstellung „Meine Chinesin“ statt, in der sich die weibliche Kunstavantgarde Basels versammelt. Dass zehn namhafte Basler Künstlerinnen, darunter Muda Mathis, Fränzi Madörin, Monika Dillier oder Sus Zwick, sich in einer Gruppenausstellung präsentieren, verspricht Kunstgenuss genug. Doch hinzu kommt die Spannung, wie das in dem 200 Meter grossen Raum denn konkret vor sich geht – zumal der Titel „Meine Chinesin“ medienkünstlerische Mittel ankündigt.

21.09.2006
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Das „Poème électronique“ in Basel nacherleben

varèse_generator.4.jpgIm Rahmen der Edgar Varèse-Ausstellung im Basler Museum Tinguély findet sich eine Installation zum Poème électronique. Le Corbusier und Varèse haben dieses Ur-Werk der Medienkunst zusammen für die Brüsseler Weltausstellung von 1958 produziert. Im ursprünglichen Pavillon waren rund 350 Lautsprecher installiert, in der Basler Ausstellung lassen sich die Lautsprecher in dem separaten Raum zwar an einer Hand abzählen, aber die Installation ist auch in dieser Minimalversion schlicht überwältigend.

09.08.2006