Art Basel 2010: Swiss Art Award fuer Internet-Analysen der Kuenstler Wachter und Jud
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Art Basel 2010: Swiss Art Award fuer Internet-Analysen der Kuenstler Wachter und Jud

Wie lässt sich die chinesische Fire-Wall umgehen? Wie lässt sich die Toplevel-Domain ti (ti für Tibet) installieren, obwohl die globale Poltiik diese Domain nicht zulässt? Wer vermutet, Wachter und Jud hätten sich mit solchen Fragen auf China eingeschossen, liegt falsch. Wachter und Jud geht es um globale mediale Phänomene – Firewalls gibt es auch in der Schweiz. Ihre neuste Fragestellung, für die sie gerade das Schweizer Kunststipendium „Swiss Art Awards“ bekommen haben: Wie werden in der Schweiz Internet-Blockaden gegen Kinderpornographie konkret gehandhabt? Das gesellschaftspolitisch und moralisch brisante Projekt „Blacklist“ ist an der Kunstmesse „Art“ in Basel zu sehen.

16.06.2010
Grrrrs Video- und Open-Access-Buch
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Grrrrs Video- und Open-Access-Buch

Der Zürcher Künstler Ingo Giezendanner hat eine Reise nach Baku dokumentiert, wie er vielleicht noch die ganze Welt allmählich zu erfassen gedenkt: zeichnenderweise. Und hat nun aus diesen aserbeidschanischen Aufzeichnungen das Buch „Baku & Back“ gemacht, das er vor einigen Wochen in der Galerie Perla Moda an der Langstrasse präsentierte. Doch warum erfahren ausgerechnet Blog-Leserinnen und Leser von einer Buch-Vernissage erst Wochen später, und was hat ein Buch mit Zeichnungen überhaupt in einem Blog über digitale Kultur verloren?

04.02.2010
Fischers Financier fischt frische Fische dank Videotank
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Fischers Financier fischt frische Fische dank Videotank

Morgen, Donnerstagabend, ist erneut Vernissage im temporären Kunstraum Videotank unter der Zürcher Dreirosenbrücke, in unmittelbarer Nachbarschaft zu Paradeplatz und Baur au Lac. Die Nachbarschaft ist diesmal nicht nur eine räumliche, sondern auch eine inhaltliche: Unter den Passanten der Brückenunterführung wie auch auf den Bildschirmen werden Banker zu sehen sein. Noch keine Ausstellung des seit drei Jahren bestehenden Ausstellungsraumes hat so direkt das lokale Publikum zum Thema gemacht. Wie wird die zuweilen umstrittenen Medienkunst mit einer zuweilen umstrittenen Berufsgruppe umspringen?

28.10.2009
etoy ohne CEO: Wildnis in- und extern
Nachdenken

etoy ohne CEO: Wildnis in- und extern

Letzten Samstag war Generalversammlung der etoy corporation. Die Kunstaktiengesellschaft hat ab sofort keinen CEO mehr, stattdessen wird ein Triumvirat die Geschäfte führen: Dazu gehören Ex-CEO Zai sprich Agent Zai, Agent Monorom und Agent Haefliger. Die andere Neuigkeit: etoy geschäftet weiter. Die letzte: Aus etoys Underground-Tank-System ist eine Container-Burg mit Sonnenterrasse in silbern glitzerndem Weidenwäldchen geworden.

06.06.2009
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Grrrr@videotank – denn alles wird gut!

Seit drei Jahren sind die Forellenaquarien unter der Dreikönigsbrücke ein Kunstraum auf Passantenfang – und nun, nach drei Jahren, ist den KuratorInnen Anna Kanai, Tian Lutz und Nadja Baldini endlich ihr bestes Stück, ihr grösster Verwandter im Geiste der Stadteroberung, ist ihnen ihr tollster Hecht ins Netz gegangen: Ingo Giezendanner alias Grrrr, der streunende Zeichner von Zürich und andernorts. Carpfffffe diem, heute gilt es zu feiern: Um 18 Uhr ist Vernissage, wie immer unter der gleichen Brücke.

14.05.2009
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Renn! Die elektrischen Schäferhunde kommen!

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Das Pentagon sucht jemanden, der ihm ein „Multi-Robot Pursuit System“ baut. Das ist eine Rudel elektrischer Schäferhunde, das „nicht-kooperationswillige“ Personen jagen soll. Da berichtet der New Scientist drüber. Die Eingabefrist für Offerten ist abgelaufen, drum ist die Ausschreibung am offiziellen Ort nicht mehr vorhanden (der Link beim New Scientist ist tot). Aber Google Cache hat sie noch!

17.11.2008
EW-WC: Die Loesung von Anna Kanais Raetsel
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EW-WC: Die Loesung von Anna Kanais Raetsel

Das E(wig) W(eibliche) zieht uns hinan, heisst es bei Goethe. Bei Anna Kanai werden wir nicht hinauf, sondern hineingezogen, nicht in den Himmel, sondern in einen vielsagenden, von Lämpchen erleuchteten Tunnel. Dieser befindet sich in einem Ding, das unweigerlich an eine Vulva denken lässt, und dann doch wieder eher an einen aufgehängten Beinschinken. Doch wie diese etwas peinliche Unsicherheit klären, wenn sich dabei ständig jemand an einem vorbeizwängt, und zwar eindeutig auf dem Weg zum WC? Man könnte meinen, es habe im Restaurant Nordbrücke eben keinen anderen Ort für Kanais Installation gegeben als die ehemalige Telefonkabine der alten Quartierbeiz. Doch würde man damit Kanais Provokations- und Experimentierfreude unterschätzen.

15.11.2008
Mittelwelle: Die Zukunft der Vergangenheit
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Mittelwelle: Die Zukunft der Vergangenheit

Hört überhaupt noch irgend jemand Mittelwelle? Aber ja! Tausende! Zehntausende! Schweizer Radio DRS rechnet immer noch mit rund 200’000 (wenn ich mich recht erinnere!) regelmässigen RauschenlauscherInnen beim Mittelwellen-Programm „Musikwelle“. Die sollen alle bis Ende 2008 auf DAB oder einen anderen Verbreitungsweg zügeln. Denn am 28.12.2008 ist Schluss mit Beromünster. Dann fährt Swisscom Broadcast, die technische Betreiberin, den 250’000 Watt starken Sender herunter. Was dann?

09.11.2008
Nachdenken

Die Dadaisten im Abstimmungskampf

Am 28. September wird in Zürich über das weitere Schicksal des Cabaret Voltaire abgestimmt. Das Cabaret hat die Polizei, oder zumindest polizeiähnliche Gestalten, auf seine Seite ziehen können, wie folgendes Video belegt. Und auch wir plädieren für Unterstützung der Institution, mit einer kleinen Lobpreisung.

16.08.2008
etoy am Pekinger Mammut-Medienkunst-Festival
Nachdenken

etoy am Pekinger Mammut-Medienkunst-Festival

Heute wird die Ausstellung „Synthetic Times“ im Herzen von Peking, gleich neben der Verbotenen Stadt, eröffnet. In einer Rundmail hat etoy heute morgen auf seinen Auftritt hingewiesen. Neben etoy sind aus der Schweiz noch eingeladen nach Peking: Yves Netzhammer und die Zürcher Gruppe „Knowbotic Research“. Was bedeutet diese Präsenz von Schweizer Medienkunst in China? Wie erleben sie die Künstler? Hat vielleicht gerade Medienkunst, also eine Kunst, die gerade nicht Mainstream ist (war?), eine politische Verantwortung? Falls ja, wie sieht sie aus in Bezug auf das Gastland China?

09.06.2008