02.07.2019

Sea-Watch und die Macht der Bilder

Bilder spielen im Drama um die Seawatch 3 und ihre Kapitänin Carola Rackete eine zentrale Rolle. Das weiss man bei der deutschen NGO sehr genau. Dominik Landwehr hatte die Gelegenheit am 2.Oktober 2016 den Presssprecher von Sea-Watch in Berlin zu befragen. Das Interview erhält aber in der aktuellen Situation eine spezielle Bedeutung.

Seit Ende Juni ist die Kapitänin der Seawatch 3 in Italien unter Hausarrest. Sie hat gegen den Willen der italienischen Regierung in Lampedusa Flüchtlinge in den Hafen gebracht. Seitdem brandet eine Welle der Empörung gegen Italien und seinen populistischen Innenminister Mateo Salvini. Die Kapitänin Carola Rackete hatte sich aus humanitären Gründen dafür entschieden, in den Hafen von Lampedusa einzulaufen. Dafür wurde sie festgenommen. Ihr drohen drakonische Strafen – allerdings braucht es zuvor einen Gerichtsentscheid und es gibt juristisch einiges, was für die junge Frau spricht. Mittlerweile haben sich eine Reihe von hohen europäischen Politikern für ihre Freilassung stark gemacht. Darunter der deutsche Bundespräsident Frank Walter Steinmeier, der deutsche Aussenminister Heiko Maas und der Aussenminister Luxemburgs Jean Asselborn. In der Zwischenzeit wurde die Kapitänin wieder auf freien Fuss gesetzt. Das Schiff bleibt aber in Gewahrsam des italienischen Staates.

Dominik Landwehr hat im Oktober 2016 an einem Workshop der deutschen Heinrich Böll Stiftung teilgenommen. Es ging bei diesem Anlass um das Potential der Mobilisierung für politische Anliegen. Im Gespräch mit dem Pressesprecher der Seerettungs-Organisations Seawatch Ruben Neugebauer ging es um die Bedeutun der Bilder. Das Interview ist zwar fast drei Jahre alt, die Aussasgen sind aber auch heute noch gültig. Länge 16 Minuten.



Publiziert von Dominik Landwehr am 02.07.2019 09:47 in Hören, Mitmachen, Nachdenken


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