29.10.2018

4. Schweizer Kultur-Hackathon im Schweizer Landesmuseum

Was haben Hundenamen mit offenen Daten und was mit Kultur zu tun. Die Antwort lieferte der vierte Cultural Hackathon, der vom 26. Bis 28. Oktober 2018 im Schweizer Landesmuseum in Zürich über die Bühne ging.

Auch der kulturelle Bereich profitiert von offenen Daten. Das war die Botschaft, des vierten Kultur-Hackathons. Offizieller Titel: Swiss Open Cultural Data Hackathon. Mitgemacht haben gegen 80 Teilnehmerinnen und Teilnehmer aus den verschiedensten Bereichen. Die Organisatoren zeigten sich am Sonntagabend entsprechend zufrieden. Erstmals wurden dieses Jahr die Projekte am Schluss nicht nur vorgestellt sondern auch prämiert. Das hat dem ohnehin schon spielerisch angelegten Anlass eine zusätzliche durchaus humoristische Note gegeben.

Gearbeitet wurde an diesen zweieinhalb Tagen lustvoll – aber trotzdem sehr ernsthaft und manch einer mag sich gewundert haben, was für Anwendungen sich in dieser kurzen Zeit programmieren lassen – vielleicht nicht bis zur letzten Perfektion und nicht mit vollständigen Datensätzen – aber in fast allen Fällen war erkennbar, was die Initianten wollten. Hier nun einige Kostproben. Eine Liste mit allen Projekten und sämtlichen Detailinfos findet sich auf der Website des Hackathons.

„Zurich historical photo tours“: hier geht es darum, historische Photos aus dem Archiv der ETH-Bibliothek Zürich sowie dem Baugeschichtlichen Archiv Zürich mit Publikumsdaten abzugleichen. Ein vielversprechender Ansatz zum Umgang mit historischen Fotos.

„Ask the Artist“: Eine Smartphone App für Kunstmuseen, die einen Dialog mit einem verstorbenen Künstler ermöglicht.

„Walking around the globe – a 3D picture exhibition“ ermöglicht es mit einem eigenen Datensatz eine Bilderausstellung in einem virtuellen Raum anzulegen. Auch die Integration von 3D Objekten ist möglich, sofern die Daten greifbar sind.

Bleibt da noch die Geschichte mit den Hundenamen. Viele Städte auf der Welt bieten tatsächlich eine Liste mit den Hundenamen an. Für die Namen wurde nun ein Originalitäts-Ranking erstellt. Dabei musste zuerst ein Orginalitäts-Algorithmus definiert werden. Leider lassen sich die Hundenamen der Stadt Zürich nicht geographisch einem Quariter oder eine einer Strasse zuordnen. Deshalb hat der Initiant mit Daten von New York City gearbeitet.



Publiziert von Dominik Landwehr am 29.10.2018 14:35 in Lesen, Mitmachen, Nachdenken, Sehen




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