15.03.2018

Erzähl mir was über Marx

Von Chatbots ist oft im Zusammenhang mit schmutzigen Wahlkampfmethoden und Seitensprungdiensten die Rede. Sie können aber auch Vermittlungsarbeit in Museen übernehmen.

Wenn man sich im Museum mit Exponaten auseinandersetzen und inhaltlich etwas mitnehmen will, ist es in aller Regel nicht förderlich, wenn man dabei pausenlos auf dem Smartphone herumtippt.

Die deutsche Webagentur hello!guide will aus der Not (aus Sicht der Museen) nun eine Tugend machen, berichtet der Blog des Tech-Magazins «Wired». Um Kinder und Jugendliche ins Museum zu locken, setzt man auf Chat-Bots, die über Whatsapp, Telegram oder anderen Chat-Diensten mit den Museumsbesucherinnen und -besuchern kommunizieren.

Der Bot hello!museum schickt Videos, Audio-Erklärungen und Texte zu direkt aufs Handy. Aktuell testet das Hamburger Museum der Arbeit hello!museum. Rund 1700 Mal wurde der Service bisher genutzt, vor allem übers Wochenende und am abends länger geöffneten Montag. «Wir deuten dies so, dass vor allem ein jüngeres und berufstätiges Publikum, das werktags oder tagsüber eher nicht ins Museum kommen kann, den Whatsapp-Guide nutzt», schreibt mir eine (vermutlich menschliche) Museumsmitarbeiterin. Für ein ausgiebigeres Fazit dauert es wohl noch eine Weile.

 



Publiziert von Martina Kammermann am 15.03.2018 18:14 in Nachdenken


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