17.12.2017

Ein Weihnachtsgeschenk mit Kultstatus

Es sieht aus wie ein digitales Spielzeug im Retrolook. Aber es ist ein richtiger Synthesizer, der tönt wie ein Gameboy. Die Musik kommt von einem kleine 8bit Mikrokontroller und deshalb heisst das Gerät auch 8bit Mixtape respektive 8bit Mixtabe NEO Eine Gruppe von Tüftlern hat es entwickelt – nun kann man es auch kaufen.

Das fixfertige 8bit Mix Tape. Es hat einen eingebauten Lautsprecher, lässt sich aber gut an eine Soundanlage anschliessen

Das 8bit Mixtape NEO ist ein richtiges Musikinstrument – es besteht aus einem Synthesizer und einem Sequenzer, der genau acht Positionen hat. Marc Dusseiller, der jahrelang an diesem Gerät mitentwickelt hat, zeigt in unserem Youtube-Video, was man damit anstellen kann. Mit den Knöpfen stellt man einen Sound ein und speichert ihn auf einer der acht Positionen. Danach lässt sich der kurze Loop in verschiedenen Tempi abspielen. Wem das Ganze noch nicht genug ist, kann auch tiefer in das System eingreifen und die Programmierung auf einem externen Computer verändern. Die Daten müssen danach auf das Gerät übertragen werden. Das geschieht nicht mit einem USB-Kabel wie heute üblich, sondern über den Lautsprecherausgang des Computers – denn die Daten werden in Sound umgewandelt. Das ist eine Reverenz an die Frühzeit der Heimcomputer: Der legendäre Commodore C64 liess sich mit Programmcode, der auf einer Audiocassette steckte, programmieren.

Der Sound des 8bit Mixtapes ist eine Klangreise in die 80er Jahre – so tönten die ersten Homecomputer, so tönte der erste Gameboy und die erste Spielkonsole von Nintendo. Die Einfachheit des Klanges begeistert seit Jahren eine Fangemeinde auf der ganzen Welt, die sich zum Beispiel auf der Plattform von micromusic.net austauscht.

Eines der ersten 8bit Mixtapes. Ganz bewusst wurde auch eine Audiokassette als Gehäuse gewählt.

Die Geschichte des 8bit Mixtapes hat bereits im Jahr 2011 angefangen – der erste Prototyp sah etwas anders aus. Das Gerät wird heute als Bausatz in zwei Varianten geliefert: Für Einsteiger ist bereits ein Teil der Elemente am richtigen Platz eingesetzt, Fortgeschrittene dürfen alle Teile selber anlöten. Kosten zwischen 65 und 85 Euro. Auf Anfrage wird auch das fixfertige Gerät geliefert.

Die Platine des Minisynthesizers ist im Bausatz inbegriffen – sie muss mit den Prozessoren und den weiteren elektronischen Bauteilen bestückt werden.

Das 8bit Mixtape hat viele Väter und Mütter. Marc Dusseiller ist einer davon. Eine Liste findet sich am Schluss des Textes

Ein Blick in die Werkstatt von Marc Dusseiller.

Und natürlich hat das Kultgerät auch eine eigene Website http://8bitmixtape.cc/
Bestellungen am besten via Email: shop@8bitmixtape.cc

Credits:

  • Budi Prakosa (initial TinyAudioBoot Attiny85, Hex2Wav/JS)
  • Chris Micro (original AudioBoot code, further TinyAudioBoot enhancement)
  • Marc Dusseiller (Diverse Arbeiten)
  • Als Organisationen beteilig sind: SGMK, lifepatch (Indonesien), Roboterclub Freiburg und dimensionplus (Taiwan/HK)

Das 8bit Mixtape hat auch einen eigenen Webauftritt, der im Retrolook daherkommt.



Publiziert von Dominik Landwehr am 17.12.2017 11:43 in Hören, Mitmachen, Sehen, Spielen


Keywords: [Video]


Ausserdem