01.09.2017

«Klang Moor Schopfe» – Klanginstallationen im Appenzeller Hochmoor

Ab heute bis zum 10. September werden im appenzellischen Hochmoor Gais Soundinstallationen von zehn nationalen und internationalen Kunstschaffenden, Soundtüftlern und Tonkünstlerinnen gezeigt. Neben Klanginstallationen gibt es auch zahlreiche Workshops rund um das Thema Klang, Musikforschung und -enthnologie.

Eine von zehn Scheunen in denen Klanginstallationen zu hören sind.

Das Festival «Klang Moor Schopfe» bewegt sich zwischen Tradition und Innovation und beschäftigt sich mit Soundkunst und Musikproduktion abseits urbaner Zentren. «Klang Moor Schopfe» wurde gestern Abend mit dem Berner Schlagzeuger Julian Sartorius eröffnet. Sartorius erzeugt mit einem Schlagzeug ungewöhnliche Sounds, Geräusche und Tonkonstellationen.

Die Idee des Festivals ist es, Klanginstallationen in zehn ursprünglich landwirtschaftlich genutzten Scheuen, die alle in einem Umkreis von 500 Meter liegen, zu zeigen. Initiant Patrick Kessler hat Bauern überzeugen können, ihm ihre Schopfe für den Anlass zur Verfügung zu stellen. Mit Hilfe einer Crowdfunding-Aktion wurde das nötige Geld für die Durchführung gesammelt.

Das musikalische Spektrum reicht vom Kölner Techno-Pionier Wolfgang Voigt, über den St. Galler Installationskünstler Roman Signer bis zu WeSpoke, einer Künstlergruppe aus Lausanne, die aus Moos und gärender Hefe Sound macht. Da man von einem Schopf zum nächsten spaziert und so die Klanginstallationen entdeckt, ist gutes Schuhwerk nötig, vor allem bei Regen.

Eine Reise nach Gais lohnt sich auch wegen der schönen Landschaft, die eine perfekte Kulisse für Soundinstallationen bietet.

«Klang Moor Schopfe» 1.-10. September 2017

Infos unter klangmoorschopfe.ch



Publiziert von Philipp Bürkler am 01.09.2017 13:17 in Hingehen




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