20.08.2017

Gesichtserkennung schon bald auf dem Smartphone

Gesichtserkennung dürfte schon bald das alte Passwort oder sogar die Identifizierung mit dem Finger beim Entsperren des Smartphones ablösen. Ein neues System könnte das Einloggen vereinfachen und sicherer machen.

Die Iris macht einen Menschen noch einzigartiger als sein Gesicht, ist aber schwieriger zu fotogafieren. (Bild: phb)

 

Der kalifornische Halbleiterhersteller Qualcomm Inc. hat vor wenigen Tagen mit Spectra eine neue Software präsentiert, mit der das Einloggen via Gesichtserkennung am Smartphone und anderen Geräten schon bald Realität werden könnt

Die Spectra-Technologie unterscheidet sich von einer herkömmlichen Gesichtserkennungssoftware, die in Überwachungskameras im öffentlichen Raum genutzt wird, um Gesichter in einer Menschenmenge zu erkennen. Während Überwachungssoftware ein bestimmtes Gesicht mit der Datenbank von Millionen von Gesichtern abstimmt, muss Spectra lediglich ein Gesicht, nämlich jenes des Besitzers des Phones erkennen.

Die sogenannte «Structured Light»-Technologie strahlt tausende von kleinen Infrarot Punkten über das Gesicht. Neben Gesichtserkennung ist das System auch für Selfies in Argumented Reality-Anwendungen oder Scans der Iris verwendbar. Die biometrischen Daten sollen nur auf dem entsprechenden Gerät gespeichert werden, nicht in der Cloud.

«Wall Street Journal»-Journalist Christopher Mims glaubt daher auch, Gesichtserkennung beim Entsperren des Smarthones trage zu mehr Datenschutz und Sicherheit bei, weil durch die Einzigartigkeit des eigenen Gesichts die «Multifaktor-Authentifizierung» höher sei. Mehr Sicherheit und höherer Datenschutz sei für Handy-Hersteller ein Verkaufsargument.

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Publiziert von Philipp Bürkler am 20.08.2017 20:17 in Lesen




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