30.05.2016

Das Elend mit den Bildrechten – Teil 2

Der Kunsthistoriker Wolfgang Ullrich beschäftigt sich in seinem neusten Buch mit den Exzessen des Kunstmarktes. Sein Buch trägt den Titel „Siegerkunst“. Bei der Publikation haben Verlag und Autor ein paar böse Überraschungen erlebt.

Probleme mit den Urheberrechten sind für den Autor Kunsthistoriker Wolfgang Ullrich nichts Neues. Dass aber acht der neunzehn Bilder in seinem aktuellen Buch nicht gezeigt werden konnten, kam auch für ihn überraschend. Er schreibt in seinem Buch darüber und hat das entsprechende Kapitel gleich ganz in seinem Blog veröffentlicht.

Dort schreibt er:
«Dass acht der neunzehn für „Siegerkunst“ vorgesehenen Abbildungen nicht gezeigt werden dürfen, kam für mich überraschend. Zwar widme ich mich im Text bereits dem Phänomen, dass Künstler das Urheberrecht vermehrt dazu nutzen, Einfluss auf die Inhalte von Publikationen zu nehmen, doch vermied ich eben deshalb, zum Teil infolge früherer Erfahrungen, von vornherein, Werke z.B. von Damien Hirst, Takashi Murakami oder Gerhard Richter zu besprechen. Selbstkritisch muss ich somit anmerken, dass die um sich greifenden Kontrollversuche von Künstlern bereits Wirkung zeigen, ich also gerade dann, wenn eine Konfrontation drohen könnte, lieber um sie herum schreibe. Je häufiger es zu solchen Einflussnahmen kommt, desto stärker ist der Diskurs über Kunst insgesamt gefährdet – und desto dringender müssen Autorinnen und Autoren Strategien im Umgang mit diesem Problem entwickeln.»

Für die vollständige Version des Blogeintrags klicken sie hier.
Ullrich, Wolfang: Siegerkunst. Neuer Adel, teure Lust. Wagenbach Verlag Berlin 2016
Zur Verlagswebsite
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Publiziert von Dominik Landwehr am 30.05.2016 15:02 in Lesen


Keywords: [Urheberrecht]


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