28.02.2015

Zu Besuch am Ersten Schweizer Kultur-Hackathon

130 Gäste haben am 27.und 28.Februar in der Nationalbibliothek in Bern am ersten Kultur-Hackathon teilgenommen. Organisiert wurde der Anlass von Opendata Schweiz, das Migros-Kulturprozent hat den Anlass gefördert. Ein Augenschein in der Nationalbibliothek.

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Ein Arbeitstreffen von Gleichgesinnten, die viel Zeit miteinander verbringen: So wirkt die Atmosphäre in der Nationalbibliothek. Im Gang wird angeregt diskutiert. An den Wänden gibt’s kurze Infos zu den verschiedenen Themen, an den Fenstern kleben bunte Post-it Zettel mit kurzen Notizen. In den Sälen sitzen Gruppen zusammen um ihre Computer. Die Gesellschaft ist äusserst gemischt: Hier sind Programmierer, Grafiker, Künstler aber auch Archivare, Bibliothekare und Vertreterinnen und Vertreter von diversen Institutionen wie etwa dem Bundesarchiv, von Wikimedia Schweiz und anderen. Die Männer sind klar in der Mehrheit.
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Ziel dieses Hackathons ist es, neue Anwendungen mit vorhandenem Datenmaterial zu schaffen. Bibliotheken, Museen, Archive und weitere Gedächtnisinstutionen sind seit über zehn Jahren daran, ihre Bestände zu digitalisieren. Die Daten sind frei, nun geht es darum, neue Anwendungen zu schaffen. Beispiele für solche Datensammlungen sind etwa die Bilder aus dem Ersten Weltkrieg, welche das Bundesarchiv kürzlich online veröffentlicht hatte. Ein weiteres Beispiel ist die so genannte Gugelmann Sammlung der Nationalbibliothek: Eine der bedeutensten Bestände dieser Institution mit Landschaften und Personendarstellungen aus der Schweiz aus dem 18.und 19.Jahrhundert. Von Interesse sind auch die Katalogbestände von Schweizer Bibliotheken, vielfach sind das Millionen von Datensätzen.
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Wie kommt es zum Begriff Hackathon? – Im Kern steckt der Begriff ‹Hacking›. Ein Hack ist ursprünglich ein witziger Trick, eine innovative Leistung. Und mit dem Wortteil aus dem Marathon-Begriff wird angedeutet, dass der Anlass eine gewisse Länge hat. Ganz durchgearbeitet hat man zwar nicht in der Nacht, aber um sechs Uhr Abends sind die Lichter in der Schweizer Nationalbibliothek noch lange nicht ausgegangen.
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Im Podcast von digitalbrainstorming erklärt Franziska Regner von der ETH Bibliothek Sinn und Zweck dieser Veranstaltung. Eine Reihe von Teilnehmerinnen und Teilnehmern erzählen in diesem Podcast von ihren Absichten und Projekten. Die ETH Bibliothek gehört zum Organisationskomitee dieser innovativen Veranstaltung und engagiert sich damit auch im Verein Opendata.ch
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Publiziert von Dominik Landwehr am 28.02.2015 08:51 in Lesen


Keywords: [Gesellschaft] [Hacking]


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