27.10.2014

So leben wir im Jahr 2030: Studie von GDI und Swisscom sieht totale Verschmelzung von Menschen und Maschine

Wie leben wir im Jahr 2030? – Diese Frage stellt eine aktuelle Studie zur Zukunft der vernetzten Gesellschaft, welche das Gottlieb Duttweiler Institute zusammen mit der Swisscom erarbeitet hat. Eine Antwort: Unser Alltag wird total von Technologie und Vernetzung durchdrungen sein.

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Der Mensch wird im 21.Jahrhundert total mit dem Netz und der Technik verschmelzen. Was das genau heisst, erklärt die Studie zur Zukunft der vernetzten Gesellschaft schon auf der ersten Seite:

«Menschen und Maschinen verschmelzen, das Internet wird zu unserer zweiten Natur, zur Digisphäre. Technisch ist heute schon viel mehr möglich, als wir uns vorstellen können. Science Fiction wird Programm: selbststeuernde Autos, Telepathie, Maschinen, die sich selbst reproduzieren, smarte Pillen, die im Notfall den Arzt alarmieren… Wir stehen am Anfang einer Entwicklung hin zu einer beinahe magisch vernetzten Welt, in der Maschinen selber denken und lernen. Eine Welt, in der die Netze autonom werden und sich ohne unser Zutun selbst steuern.»

Zwei Konfliktfelder sieht die Studie: Robotik mit all ihren Konsequenzen und die Frage der Privatsphäre, welche durch diese Entwicklungen bedroht ist.

Die Studie zeigt vier Szenarien auf, die wie zu erwarten verschiedene Farb- und Stimmungstöne haben: Auf der einen, der pessimistischen Seite, können nur ganz wenige diese Entwicklung aktiv mitmachen und -gestalten. Der Rest ist abgehängt und lebt in bescheidensten Verhältnissen. Auf der anderen Seite des Spektrums steht eine Art Neuerfindung des Internets, das die Autonomie von Menschen und Organisationen fördert.

Die Studie ist in einer angenehmen, leicht lesbaren Sprache geschrieben. Besonders wertvoll sind die Erläuterungen zur Geschichte des Internets sowie die Grafiken mit ausgewählten Zahlen zur Vernetzung: 200 Milliarden Mails zirkulieren heute täglich. Davon ist aber 84 Prozent oder mehr als drei Viertel Spam. Also Mist. Schon heute machen Videos 66 Prozent des gesamten Internetverkehrs aus. Bis zum Jahr 2018 werden es fast 80 Prozent sein. Facebook zählt heute 1.3 Milliarden Benutzer weltweit. Mehr als 20 Prozent von ihnen checkt den Account fünfmal am Tag. 50 Prozent tun das mindestens einmal täglich.

Die Studie lässt sich gratis auf der Website des Gottlieb Duttweiler Institutes herunterladen: http://gdi.ch/

Bildhinweis: Ausschnitt aus der Titelgrafik der Studie „Die Zukunft der vernetzten Gesellschaft“.



Publiziert von Dominik Landwehr am 27.10.2014 11:59 in Lesen


Keywords: [Gesellschaft] [Robotik] [Video]


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