11.09.2014

Schweizer Jugendliche nehmen am Filmlab der Ars Electronica teil.

Drei Schweizer Jugendliche durften dieses Jahr am Filmlab der Ars Electronica teilnehmen und während fünf Tagen mit modernster Technik ein Drehbuch umsetzen. Das anspruchsvolle Experiment ist gelungen.


Die Ausgangslage tönt interessant – und anspruchsvoll: 21 Jugendliche aus Deutschland, Österreich, Holland, Ungarn und der Schweiz sollten an fünf Tagen ein fixfertiges Drehbuch umsetzen. Titel der Story: «Pixel Voyage», eine Art verfilmtes Computergame. Veranstalter war der Jugendwettbewerb «U19 – Create your World» der Ars Electronica. Finanziert wurde das Projekt unter anderem vom EU-Jugendprogramm Erasmus Plus.

Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer kamen aus einem der Partnerprojekte, in der Schweiz vom Medien- und Robotikwettbewerb «bugnplay.ch» des Migros-Kulturprozent. Drei Schweizer Gäste waren für eine Woche in Linz dabei: Lea Hofer, Jann Kessler und Chris Leisi.

Was hat der Wettbewerb gebracht? Zum einen wurde der Film «Pixel Voyage» abgedreht, geschnitten und vertont. Gefilmt wurde mit einer hochauflösenden Kamera «Black Magic», am Set gab es einen Kamerakran mit einem Ausleger von drei Metern, ein Greenscreen ermöglichte es, die Schauspieler in fremde Welten wie etwa die Mondoberfläche zu verpflanzen und bei der Nachbearbeitung wurden auch am Computer entworfene Elemente oder komplette 3D-Szenen eingemischt. Ein anspruchsvolles Unterfangen! – Der ganze Film musste am Schluss auch noch nachvertont werden. Ein Teil der Gruppe hat in der letzten Nacht durchgearbeitet. Aber der Film wurde fertig und konnte programmgemäss am letzten Tag gezeigt werden. Er dürfte auch bald auf dem Internet zu finden sein.

Was Lea Hofer in einem Mail schreibt, dürfte auch für die anderen gelten: «Die Erfahrung, nicht alleine oder im Sechserteam, sondern in einer Gruppe mit 21 Jugendlichen aus fünf Ländern ein Projekt zu realisieren, finde ich für mich bedeutsam. Es ist schön, dass man unter gleichgesinnten Menschen ein Vertrauen in so kurzer Zeit aufbauen kann und internationale Freundschaften entstehen können. So kamen mir letzte Woche nicht nur neue Filmideen in den Sinn, sondern ich erhielt auch hilfreiche filmtechnische Tipps.»

Im digital brainstorming Podcast berichten Lea Hofer, Jann Kessler und Chris Leisi über die Arbeit und ihre Erfahrungen.
Fotografische Impressionen

Die Schlusszene spielt im Einkaufszentrum: Arbeit mit dem Kamerakran

Die Technik braucht viele Hände.

Präzisionsarbeit am Kamerakran

Ist die Einstellung gelungen? – Ein kritischer Blick

Einzelne Szenen entstehen total am Computer.

Diskussionen am Set.

Nachbearbeitung vor dem Computer

Spannung vor der ersten Aufführung. Noch hat keiner den ganzen Film gesehen.

Profis unter den Gästen: Marc Haas, CEO der Zürcher Filmproduktionsfirma Frame eleven.



Publiziert von Dominik Landwehr am 11.09.2014 13:40 in Lesen


Keywords: [Jugendliche] [Robotik]


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