02.04.2014

Mit qaul.net gegen die Internetzensur in der Türkei

Die beiden Schweizer Künstler Christoph Wachter & Mathias Jud sind seit einigen Tagen in Istanbul. Sie organisieren Workshops und zeigen, wie man die Internetzensur umgehen kann. Die beiden wurden in den letzten Jahren verschiedentlich vom Migros-Kulturprozent unterstützt.

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Zwei Donnerschläge aus der Türkei: Zuerst hat Premierminister Erdogan den Twitter-Dienst abgestellt, vor einigen Tagen wurde auch Youtube lahmgelegt. Die Aktionen zeigen, wie verletzlich diese Internetdienste sind.

Die beiden Schweizer Künstler Christoph Wachter und Mathias Jud haben in den letzten Jahren verschiedene Projekte entwickelt um Zensur und ähnliche Eingriffen zum umgehen. Zuletzt haben sie das Projekt qaul.net präsentiert. Es erlaubt mit einfachen Mitteln den Aufbau von unabhängigen Kommunikationsnetzen.

Seit einigen Tagen sind die beiden nun in Istanbul von wo uns folgende Mitteilung erreicht:

MITTEILUNG VON WACHTER & JUD
Basierend auf qaul.net entstehen derzeit unabhängige Kommunikationsnetze in der Türkei. Auf Einladung von Freunden und aus Anlass der Sperrungen von Twitter und Youtube (kurz vor den Wahlen in der Türkei) sind wir nach Istanbul gereist. Wir haben bereits ein Tool zum Twittern eingerichtet, das sich in unabhängige qaul.net Netzwerke in Istanbul verbindet.
http://istanbul.qaul.net/#page_chat

Medienkünstler_innen und Aktivistinnen organisieren Veranstaltungen, der erste gemeinsame Workshop musste auf Grund der zahlreichen Anmeldungen bereits die Teilnehmerzahl einschränken – weitere Veranstaltungen werden folgen.

https://www.facebook.com/events/224185667772166/
ENDE DER MITTEILUNG VON WACHTER & JUD

Christoph Wachter & Mathias Jud wurden in den letzten Jahren vom Migros-Kulturprozent verschiedentlich gefördert. Beiträge zu ihren Projekten finden sich auch in der aktuellen Publikation: Edition Digital Culture 1: Political Interventions.
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Publiziert von Dominik Landwehr am 02.04.2014 09:32 in Lesen




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