04.01.2013

Alte Bücher auf Wunsch digitalisiert

Die Zürcher Zentralbibliothek wartet mit einer neuen Dienstleistung auf: Sie scannt alte Bücher, die sie nicht verleihen kann, für ihre Kunden auf Wunsch ein.


Für die neue Dienstleistung – sie trägt den etwas sperrigen Namen EBooks on Demand (EOD) – bezahlt der Benutzer – die Kosten halten sich aber im Rahmen und können durchaus mit den normalen Fotokopierkosten verglichen werden: Neben einer Grundgebühr von 10 Franken kostet jede eingescannte Seite 20 Rappen. Das Buch kriegt der Benutzer dann per Email geliefert. Nicht wenige alte Bücher sind allerdings schon eingescannt – deshalb wird vorgängig geprüft, ob das betreffende Buch nicht schon anderweitig digital verfügbar ist. Für diesen Zweck arbeitet die Zentralbibliothek mit 30 weiteren Bibliotheken in zwölf europäischen Ländern zusammen.

Von der Digitalisierung nach Mass profitieren im Anschluss auch andere Benutzer, es wird in den Bestand integriert. Wer will, kann das Buch auch gedruckt erwerben: Zu diesem Zweck wird aus den digitalen Daten – dem so genannten Digitalisat – ein Book on Demand profitiert. Und wer mag, kann der Bibliothek ein solches Book on Demand auch schenken.

Die neue Dienstleistung ist Teil der Digitalisierungs-Bemühungen der Schweizer Bibliotheken. In der Schweiz gibt es mehrere Programme, dazu gehören unter anderem das Programm e-Rara zur Digitalisierung seltener alter Bücher oder das Programm retro seals, bei dem alte Schweizer Zeitschriften erfasst werden
.
Die Zentralbibliothek schreibt auf ihrer Website über sich selber:
Die Zentralbibliothek Zürich (ZB) ist die Kantons-, Stadt- und Universitätsbibliothek von Zürich. Mit 5.9 Millionen Objekten (Büchern, Zeitschriften, Handschriften, Mikroformen, Tonträgern usw.) gehört sie zu den grössten Bibliotheken der Schweiz. Dazu kommt ein breites Angebot an Datenbanken und über 25’000 elektronische Volltexte. Eine halbe Million Menschen pro Jahr besucht die ZB und nutzt ihre vielfältigen Angebote.

http://www.zb.uzh.ch/
Beim Foto handelt es sich um ein Symbolfild. Es wurde an der ETH Bibliothek Zürich aufgenommen, wo man ebenfalls imBereich der Digitalisierung engagiert ist.
Foto: ETH Zürich/Josef Kuster



Publiziert von Dominik Landwehr am 04.01.2013 09:28 in Lesen




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