26.10.2012

Alan Turing war ein Hacker

Alan Turing war ein Hacker. Diese These vertrat der renommierte Turing-Forscher Jack Copeland in seinem Vortrag, den er ihm Rahmen der Veranstaltungsreihe digital brainstorming am 25.Oktober in Basel hielt. In unserem Podcast erklärt er seine Ideen auch jenen, die nicht dabei sein konnten.


Mit Jack Copeland hatte digital brainstorming einen prominenten Gast: Copeland ist Professor in Canterbury in Christchurch/Neuseeland und ausserdem Direktor des Turing Archivs für die Geschichte des Computers.

Für Jack Copeland war Alan Turing ein Hacker – im ursprünglichen Sinn: Leute, die für den Computer leben und die listige Wege finden um Probleme zu lösen. Genau das tat Turing im Zweiten Weltkrieg, als er an der hochgeheimen Operation Ultra teilnahm. Hier ging es darum die deutsche Chiffriermaschine Enigma und andere Geräte zu knacken.

Alan Turing benutzte Logik, Elektromechanik und Elektronik, die er raffiniert mit Annahmen, im Fachjargon Heuristik, kombinierte. Das funktionierte und es funktionierte schnell, was im Zweiten Weltkrieg ein lebenswichtiger Vorteil war. Turing entwickelte die entscheidende Methode zum Knacken der deutschen Chiffriermaschine Enigma.

Jack Copeland hat zahlreiche Bücher über Alan Turing und seine Arbeit veröffentlicht. In den nächsten Wochen erscheint bei Oxford University Press sein neuestes Werk: Alan Turing: Pioneer of the Computer Age. Es richtet sich speziell auch an Laien und erfordert weder mathematische noch technische Vorkenntnisse.

Jack Copeland im digital brainstorming Podcast im Gespräch mit Dominik Landwehr
Jack Copeland: Homepage mit Publikationsliste



Publiziert von Dominik Landwehr am 26.10.2012 11:37 in Hören




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