06.05.2012

Internet-Konferenz re:publica – Aufregung um alte Themen

4000 Gäste, Dutzende von Referenten, über 200 Stunden Vorträge und Diskussionen. Zum sechsten Mal ist in Berlin vom 2.-4.Mai die Konferenz re:publica über die Bühne gegangen. Warum die Fragen rund ums Thema Internet und Gesellschaft auch 2012 für so viel Aufmerksamkeit und auch Aufregung sorgen, erklärt der Berliner Medienwissenschafter und Journalist Stefan Münker im digital brainstorming Podcast


Ein deutsches Nachrichtenmagazin hat die Internetkonferenz re:publica mal ein Familientreffen genannt. Nun, ein Familientreffen ist die Konferenz heute nicht mehr oder dann ist die Familie doch sehr gross geworden. Mit bis zu 10 parallel laufenden Vorträgen und Diskussionen ist es schwer, überhaupt noch Schwerpunkte auszumachen.

Klar ist: Es geht immer um alles und wer sich mit Bekannten auf der Konferenz trifft hat bald das Gefühl, dass jeder hier auf einer eigenen Konferenz ist.

Natürlich geht’s in der traditionellen Blogger-Konferenz auch um Blogs. So auch im Eröffnungsvortrags der deutschen Bloggers Sascha Lobo. Seine wichtigste Botschaft: Geht weg von den grossen Plattformen der Social Media, zurück zu den Blogs. Sein Vortrag ist in voller Länge auf der Seite des Medienpartners SPIEGEL ONLINE zu finden.

Ebenfalls ein wichtiges Thema der arabische Frühling. Dass die verschiedenen Vorträge beim Betrachter etwas Ratlosigkeit hinterlassen, kann nicht wirklich überraschen. Handfeste Infos gab es bei einer Reihe von Vorträgen und Diskussionen zum Thema der elektronischen Selbstbeobachtung, abgekürzt QS für Quantified Self. Hier geht’s um den Trend, immer mehr Körperfunktionen selber zu messen und die Daten darüber mit anderen auszutauschen. Nachvollziehbar im Sport, eher merkwürdig dort, wo Daten über Stimmung und Befindlichkeit ausgetauscht werden.

Immer wieder Thema: Fragen rund um die Urheberrechte. Ein Thema, das wohl zu den Dauerbrennern der Konferenz gehört.

Im digital brainstorming Podcast erklärt der Berliner Medienwissenschafter und Autor Stefan Münker, warum Fragen zum Thema Internet und Gesellschaft heute noch genau so intensiv diskutiert werden, wie vor zehn Jahren. Damals hatte Münker zusammen mit Alexander Roesler das Buch „Mythos Internet veröffentlicht“. Zu den neueren Publikationen gehört Münkers 2009 veröffentlichtes Buch Emergenz digitaler Öffentlichkeiten: Die Sozialen Medien im Web.

digital brainstorming Podcast mit Stefan Münker. Das Gespräch führte Dominik Landwehr am 4.Mai 2012 in Berlin.
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Publiziert von Dominik Landwehr am 06.05.2012 11:41 in Lesen


Keywords: [Gesellschaft] [Urheberrecht]


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