28.11.2011

Erdöl im Ruhrgebiet

Nach Kohle könnte ein weiterer Energie-Rohstoff die Zukunft des Ruhrgebiets bestimmten: Erdöl. Das jedenfalls ist die Meinung von Inke Arns aus Dortmund, die dort nach Öl bohren will.


Von den Absichten der umtriebigen Dortmunderin berichtet ein Schild vor dem Dortmunder U und auch im Innern ist allerhand davon zu spüren: Da künden riesige Rohre im ganzen Haus vom Entstehen einer Raffinerie und Schilder warnen vor den entsprechenden Gefahren.



Nun, das Ganze ist doch Fiktion und Teil der Ausstellung „The Oil Show“, welche die Leiterin des Hartware MedienkunstVereins Dortmund in den Ausstellungshallen des Dortmunder U geschaffen hat. Das Aussenschild und die angedeutete Ölraffinerie stammen übrigens vom Künstlerpaar UBERMORGEN aus der Schweiz. Die beiden hatten in der Vergangeneheit mit Projekten wie Amazon Noire oder GWEI (Google Will Eat Itself) von sich reden gemacht.

Geht es bei der Arbeit von UBERMORGEN um Fiktion, so ist eine andere Arbeit aus der Schweiz der künstlerischen Dokumentation zuzuordnen: The Black Sea Files von Ursula Biemann. Die Künstlerin arbeitet mit parallel aufgestellten Monitoren, darauf sind Interviews und Eindrücke ihrer Recherche über die 2006 eingeweihte Ölpipeline zwischen Baku und der türkischen Mittelmeerküste.

Eine weitere Künstergruppe ist erwähnenswert: Das „Bureau d’Etudes“ aus Frankreich: Ihre Diagramme zeigen eine eigenwillige Interpretation der Geschichte der globalen Erdölfwirtschaft vom Ende des Viktorianischen Zeitalers bis zum Jahr 2002.

Im digital brainstorming Podcast ist die Leiterin des Hartware MedienKunstVereins Dortmund im Gespräch mit Dominik Landwehr zu hören (Länge 11 Minuten)
Die Ausstellung „The Oil Show“ im Dortmunder U ist noch bis zum 19.Februar 2012 zu sehen.
Auf der Website der Ausstellung lässt sich auch ein Kurzführer herunterladen.



Publiziert von Dominik Landwehr am 28.11.2011 09:16 in Hingehen


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