10.01.2011

Astronomische Kostbarkeiten dank Digitalisierung zugänglich

Es gibt manchmal Entdeckungen, die so sehr verlocken, dass man gleich einen ganzen Tag mit Lesen und Schauen zubringen möchte. So ging es dem Schreiben eben mit der neusten Mitteilung aus der ETH Bibliothek Zürich. Ganz trocken wurde mitgeteilt, dass die ETH Bibliothek und das Technische Museum München in den Jahren 2009 und 2010 180 seltene Drucke aus der Geschichte der Astronomie zugänglich gemacht haben.

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Titelblatt aus Apianus, Astronomicum Caesareum (Ingolstadt, 1540). Exemplar des Deutschen Museums, München

Und damit das Zeitbudget nicht vollends aus dem Ruder läuft beschränkt sich der Schreibende auf die Wiedergabe des offiziellen Textes…

In einem Gemeinschaftsprojekt der ETH-Bibliothek Zürich und des Deutschen Museums in München wurden 2009 und 2010 rund 180 alte Drucke aus dem Fachgebiet Astronomie digitalisiert und ins Netz gestellt. Auf der Webseite von ASTRONOMIE-rara kann nun ein ausgewählter, wissenschaftlich wertvoller Bestand an astronomischen Werken aus dem Zeitraum von den Anfängen des Buchdrucks bis 1900 entdeckt und genutzt werden. Zu den älteren Drucken gehören zum Beispiel der Erstdruck von Regiomontanus‘ Epitome in Ptolemei Almagestum (1496), das prachtvolle Astronomicum Caesareum von Petrus Apianus (1540) und die zeitgleich erschienene, äusserlich bescheidene Schrift Narratio prima des Kopernikusschülers Georg Joachim Rheticus, in der das neue heliozentrische Weltbild sozusagen als „Preprint“ erstmals veröffentlicht wird. Auch Kopernikus‘ eigene Publikation De revolutionibus orbium coelestium (1543) darf natürlich in dieser Auswahl nicht fehlen. Andere bedeutende Namen und Titel sind etwa Astronomia Nova von Johannes Kepler (1609), Rosa Ursina von Christoph Scheiner (1630), Selenographia von Johannes Hevelius (1647) und Harmonia Macrocosmica von Andreas Cellarius (1708). Aus jüngerer Zeit sind unter anderem Texte von William Herschel, Johann Elert Bode, Carl Friedrich Gauss, Joseph Johann von Littrow, Friedrich Wilhelm Bessel, Angelo Secchi und Henri Poincaré zu finden.

Alles weitere gibts online auf den Seiten der e-Rara der ETH Zürich



Publiziert von Dominik Landwehr am 10.01.2011 09:57 in Lesen




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