24.06.2010

Wie restauriert man Videokunst

Wie konserviert man VIdeokunst? – Diese Frage beschäftigt Johannes Gfeller seit langem – an der Hochschule für Künste Bern (HKB) betreut er ein Labor, das mittlerweile ein paar pragmatische Antworten auf diese Frage gefunden hat.

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Eine erste Antwort, die Gfeller uns sein Team gibt heisst: Sammeln. Der Grund ist einfach: Für die meisten Geräte gibt es heute weder Ersatzteile noch Reparaturwerkstätten. Wer die Geräte erhalten will, muss sich auf die Suche nach Ersatzteilen machen. Und deshalb werden von jedem Gerätetyp in der Sammlung mehrere Exemplare aufbewahrt, so entsteht eine Art lebendiges Ersatzteillager.
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Nicht bei allen Geräten kann die Funktionsfähigkeit erhalten werden. So etwa bei diesem Fernsehprojektor aus den 60er Jahren. Geräte dieses Typs wurden etwa vom Videokünstler Nam June Paik verwendet (1932.2996)
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Anders liegen die Dinge bei den Bändern: Will man den Inhalt retten, so bleibt in der Regel nur das Umkopieren auf einen digitalen Träger. Vielfach geht diesem Prozess eine aufwendige Reinigung voraus – und dafür wurden an der HKB eigene Reinigungsgeräte entwickelt.

Im Gespräch mit Dominik Landwehr erläutert Johannes Gfeller Fragen der Konservierung von Videokunst und erklärt, warum eine digitale Kopie niemals dasselbe ist wie ein analoges Werk.
Interview mit Johannes Gfeller im digital brainstorming Podcast (ca 15 Minuten)

Die Arbeit von Gfeller wird von der Eidgenossenschaft im Rahmen des Projekts „aktive Archive“ gefördert.

Hochschule der Künste Bern (HKB) – Forschungsschwerpunkt Restaurierung



Publiziert von Dominik Landwehr am 24.06.2010 09:50 in Uncategorized


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