19.04.2010

Die tönenden Röhren des Maschinenkünstlers Martin Müller

Der Basler Künstler Martin Müller hat sich den Maschinen verschrieben. Und zur Zeit zeigt er eine Serie von klingenden Arbeiten in der Zürcher Galerie Sam Scherrer beim Kreuzplatz. Im digital brainstorming Podcast erklärt er eines seiner tönenden Werke.

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Er nennt das Werk THERMOFONA – es besteht aus einer Gruppe von kreisförmig angeordneten Glasröhren. In ihrer Mitte haben sie einen Stahldrat, der in regelmässigen Abständen zum Glühen gebracht wird. So entstehen magisch-schwebende Klänge, kontrolliert von einer sinnigen Elektronik, die auch auf die Bewegungen des Publikums reagiert. Ist keiner im Raum, so ist die Skulptur still. Erst beim Nähern an das Kunstwerk erwacht es zum Leben. Nicht schlagartig und schnell, sondern fliessend, langsam, fast unmerklich.

Wie entstehen die Töne? – Die Klangröhren sind sogenannten Rijke Röhren, die sich ein thermo-akustisches Prinzip zu eigen machen. Vereinfacht gesagt, erwärmt sich die Luft nicht gleichmässig und diese Unregelmässigkeiten sind für die Klangerzeugung verantwortlich. Näheres dazu im einschlägigen Wikipedia Artikel

Im digital brainstorming Podcast spricht Martin Müller über seine Werke.
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Zur Seite www.maschinenkunst.com von Martin Müller

Die Ausstellung in der Galerie Sam Scherrer am Zürcher Kreuzplatz (kleinstrasse 16) ist noch bis zum 24.April zu sehen. Auf der Seite der Galerie gibts auch eine Reihe von Videos zu den Objekten der Ausstetllung.



Publiziert von Dominik Landwehr am 19.04.2010 10:04 in Hören


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