04.03.2009

Archiv-Katastrophe in Köln: Digitalisierung könnte Archive retten

Man reibt sich ungläubig die Augen: Das Kölner Stadtarchiv ist eingestürzt. Noch ist unklar wie viele Opfer zu beklagen sind. Noch weniger klar ist, was mit den Beständen des Archivs geschehen ist, im schlimmsten Fall sind sie vernichtet. Die Katastrophe führt drastisch vor Augen, dass nicht nur digitale Daten ständig vom Untergang bedroht sind.


Warum das Stadtarchiv und die ganze Häuserzeile eingestürzt ist, ist zur Zeit unklar. Möglicherweise besteht ein enger Zusammenhang mit den Bauarbeiten in der näheren Umgebung. Klar ist jedoch, dass sich im Archiv einzigartige Bestände befunden haben.Dazu gehören unter anderem Ratsprotokolle und Urkunden aus dem Mittelalter meldet SPIEGEL ONLINE.. Der Einsturz ist nicht nur eine Katastrophe für Köln, sondern für die ganze europäische Geschichsschreibung, sagte der Bauminister von NRW gegenüber SPIEGEL ONLINE:.

Der Vorgang zeigt, dass auch analoge Daten – Urkunden, Bücher, Archivalien – von Zerstörung und Zerfall bedroht wird. Paradoxerweise hätte gerade eine Digitalisierung der Daten die Archivalien sichern können, auch wenn die Langzeit-Konservierung von digitalen Beständen noch in den Kinderschuhen steckt..

Weltweit laufen zur Zeit eine Vielzahl von Projekten zur Digitalisierung von historischen Archiven. Thematisiert wird dies unter anderem auf der ständigt aktualisierten Historiker Plattform von Petere Haber und Jan Jodel www.histnet.net

Zum Einsturz des Kölner Stadtarchivs Infos aus SPIEGEL ONLINE



Publiziert von Dominik Landwehr am 04.03.2009 09:27 in Nachdenken


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