18.12.2007

Die hirnrissig schnelle Ausstellung Netzriss

Noch bis zum 24. Dezember läuft auf der Netzplattform www.netzriss.ch eine Ausstellung, die einerseits ganz „typisch Netz“ ist, eine Ausstellung, die nur im Netz stattfindet. Andererseits ist sie aber untypisch. Denn ihre Eigentümlichkeit besteht darin, ein Exponat jeweils nur genau einen Tag zu zeigen. So haben Sie also momentan nur noch wenig Zeit, das Exponat von Andreas Helbling, das nebenstehende Bild „islandofthedead“, abzurufen. Diese Flüchtigkeit und Momenthaftigkeit ist etwas anstrengend, und zugleich hi(r)nreissend überraschend.

islandofthedead.jpg
Der rigide Zeit-Plan, dass ein Exponat nur für einen Tag seinen Auftritt hat, dann der nächsten Arbeit Platz machen muss, ist untypisch, weil das Netz sich vor allem als Archiv bewährt, das keine Zeitbeschränkung und keine Zeit-Dramatik kennt. Mal abgesehen von Computerunfällen: Immer ist alles jederzeit verfügbar, das Netz ist ein gigantisches Archiv, in der diese Zeit stillsteht. Nicht so bei Netzriss: In wenigen Stunden wird ja schon die nächste Mini-Ausstellung eröffnet.

Die Netzplattform-Ausstellung Netzriss, die von Mario Purkathofer und Fabian Thommen kuratiert respektive betrieben wird, ist Teil eines Projektes der Zürcher Hochschule der Künste (ZHdK). Bis zum 24. Dezember ist nicht mehr lange, schauen wir, was noch kommt.



Publiziert von Admin Deutsch am 18.12.2007 21:58 in Sehen




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