23.10.2007

„Shift“ und das coole Obskure

Am Vorabend von Shift, dem „Festival der elektronischen Künste“, das am kommenden Wochenende in Basel stattfindet, lohnt es sich, Geert Lovinks Essay über Medienkunst nochmals zur Hand zu nehmen. Und mit seinen Fragen die eigene Wahrnehmung zu schärfen, bevor wir das Festivalgelände betreten: „Warum wird neue Medienkunst als obskure und selbstreferentielle Subkultur wahrgenommen, die im Begriff ist, zu verschwinden? Warum ist es für Künstler, die mit den neuesten Technologien experimentieren, so schwer, Teil der Popkultur oder der ‘zeitgenössischen Kunst’ zu werden? Was macht es so attraktiv und dennoch so schwierig, mit Wissenschaftlern zusammenzuarbeiten? Warum ging die neue Medienkunst während der ‘üppigen’ Tage des Dotcom-Booms leer aus, und warum bevorzugen Geeks und IT-Millionäre, sich Autos und anderen Tand der Mittelklasse zu kaufen, statt sich ihrer ‘eigenen’ Kunstform zuzuwenden? (…)“


„Woher kommt die unterwürfige Haltung gegenüber den Naturwissenschaften? Bietet der Bereich der Erziehung den einzigen Ausweg, wenn wir einzelne Biographien betrachten? Neue Medienkunst hat sich zwischen kommerziellem Demodesign und Museumsstrategien positioniert, und anstatt erdrückt zu werden, ist sie in einen Abgrund des Missverstandenwerdens hineingefallen. Nach Jahren des heroischen Kampfs, Arbeiten zu schaffen, Ausstellungen zu konzipieren und Festivals, Konferenzen und Kurse zu organisieren, zeichnet sich nun ein drohendes Gefühl der Krise ab.“



Publiziert von Admin Deutsch am 23.10.2007 14:02 in Lesen


Keywords: [Konferenzen] [Medienkunst]


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