14.09.2007

kommunikationskapseln

iwa_ksw.gifWas erwartet man von einer Konferenz, die im Forschungsinstitut einer renommierten Medieninstitution stattfindet und den sozialen, politischen und ökonomischen Potentialen von Web 2.0 gewidmet ist – also explizit danach fragt, was dessen Anwendungen für „das Individuum bzw. den einzelnen Nutzer (ICH) und ein sich etablierendes oder bereits bestehendes Netzwerk (WIR)“ sowie „für den Journalismus oder Konzerne (DIE ANDEREN)“ bedeuten?


Nun: Die individuellen Erwartungen werden unter anderem sicher davon abhängen, welcher dieser Gruppen man sich selbst zuordnet und natürlich allem voran, was man sich vom konkreten Programm, also den geladenen ReferentInnen verspricht.
iwa_g1k.gifAllgemein dürfte man sich jedoch vielleicht auch erhoffen, dass eine solche Konferenz den anderen ANDEREN, also denen, die zum gegebenen Zeitpunkt nicht vor Ort sein können, auf medialem Wege und womöglich auch die besagten Potentiale von Web 2.0 miteinbeziehend geöffnet bzw. wenigstens näher gebracht wird.
Aber ach, es will uns scheinen: Die Verhältnisse, sie sind nicht so. Jedenfalls im Fall jener Tagung, die seit gestern und noch heute (also: 13./14.09.07) am Zentrum für Kunst und Medientechnologie Karlsruhe stattfindet und den schönen Titel „ICH, WIR & DIE ANDEREN. Neue Medien zwischen demokratischen und ökonomischen Potenzialen II“ trägt.
iwa_g2k.gifDas fängt schon mal damit an, dass die Konferenz auf den Webseiten des ZKM zwar ausführlicher angekündigt wird – man den Anker zu den eigentlichen Konferenzseiten, die das veranstaltende ZKM-Institut für Medien und Wirtschaft verantwortet, auf selbigen erst mal suchen muss (und nicht, dass sie da etwa eine diskrete URL hätten, verankert ist hier die Hauptseite des Instituts). Erst hier hat es dann eine Programmseite, auf der die Links zu den ReferentInnen bequem zu benutzen sind – und einen erstmal vielversprechenden Anker zum eigens eingerichteten Konferenzblog.
Ausführlichere Berichte zu den Vorträgen sind in Letzterem freilich bislang nicht zu finden (statt dessen meint die rechte Randspalte, es seien noch gute vierzehn Tage bis zur Konferenz). Von einem Live-Stream oder auch nur in Aussicht gestellten podcasts der Vorträge ganz zu schweigen.
Was auf seine Weise natürlich auch als sprechender Einblick in die Nutzung der sozialen, politischen und ökonomischen Potentiale von Web 2.0 bzw. als Kommentar zu möglichen Konstellationen von ICH, WIR und DIE ANDEREN verstanden werden kann…
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[Bildchen: Wie das so ist, weil ICH, WIR und DIE ANDEREN wohl doch nicht in der besten aller möglichen Kommunikationsmedienwelten leben…]



Publiziert von Admin Deutsch am 14.09.2007 08:44 in Nachdenken




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