17.07.2007

Der neuste Stachel in Googles Fleisch ergibt die Farbe Grün

Letzte Woche haben in Zürich die „Digital Art Weeks“ stattgefunden. Die Arbeit „Public mood ring“ des amerikanischen Künstlers Will Pappenheimer war im Kunstraum Walcheturm zu sehen. Die Arbeit spielt mit der Online-Newswelt und es war uns eine besondere Freude, dass beim Austesten der charmanten Internet- und Raum-Installation gerade folgende News über Google auf Pappenheimers Bildschirm auftauchte:


Die chinesische Firma Guge, so der Reuters-Agentuerbericht, verklagt Google, weil der Name Google dem ihren zu ähnlich sei. Seitdem Google einen chinesischen Ableger gegründet hat, verlaufen sich die Kunden der Firma Guge auf die Site des US-Unternehmens. Wie wird der Streit ausgehen? Er erinnert an etoy versus E-Toys, doch Google ist mit allen Wassern gewaschen und im Falle von etoy versus E-Toys war dies, zumindest netzkulturell, eben nicht der Grosskonzern, sondern Klein-etoy (zur Auffrischung siehe http://toywar.etoy.com). Pappenheimers Public mood ring kombiniert einzelne News mit Farbwerten, die die Blumenkinder von 1968er mit Gefühlslagen koppelten: Man trug Ringe in der Farbe der jeweiligen Befindlichkeit. Die Farbe, welche die Reuters-News in Pappenheimers Projekt „Public mood ring“ generierte, war Grün, die Farbe der Hoffnung. Pappenheimers Arbeit, darin liegt ein guter Teil ihres Charmes, erinnert an die Gemütlichkeit, an die Menschlichkeit, mit der die Freaks vor 40 Jahren das Leben noch zu führen verstanden. Die Farbe Grün möge Google und Guge an diese einstige Humanität erinnern.



Publiziert von generalstumm am 17.07.2007 16:03 in Spielen


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