16.05.2007

Wie sieht gescannte Zeit aus? Der „Zeitter“ weiss Rat.

Normalerweise kennen Scanner keine Zeit: Sie erfassen digital, was längst auf Schreibpapier oder auf Fotopapier gebannt ist – Zeichen also, aus denen die Zeit vertrieben ist. Die Kunstinstallation „Der Zeitter“ der zwei Schweizer Künstler Christian Rohner und Claude Hidber hingegen ist eine Art Scanner, der sich, in einen altmodischen Koffer eingebaut, der Zeit stellt: Der „Zeitter“ scannt, was um ihn geschieht. Hidber und Rohners eigentümliche Kreuzung aus Scanner und Filmkamera ist ab dem 23. Mai in Zürich gleich doppelt präsent.

 

In der „Skulpturengalerie“ an der Alfred-Escher-Strasse 32 ist der „Zeitter“ ab nächstem Mittwoch, dem 23. Mai, ausgestellt, in der HGKH-Ausstellung „On Time“ sind, ebenfalls vom 23. Mai an, Bilder zu sehen, die der „Zeitter“ schiesst, respektive mit jener Bedächtigkeit erstellt, die man am Scanner manchmal so wenig schätzt. „Der ZEITTER“, schreiben die zwei Künstler, „stellt eine Mischform von Video- und Fotografie dar. Entgegengesetzt zu einer herkömmlichen Kamera werden eine Vielzahl von einzelnen Zeitmomenten aufgenommen und zu einem Gesamten zusammengefügt.“ Was daraus entsteht, ist nicht zu Überbieten in seiner Mischung aus Geisterhaftigkeit und Realismus. Für mehr Informationen siehe die Website ZEITTER auf dem Kulturserver www.xcult.org.

 



Publiziert von Admin Deutsch am 16.05.2007 23:01 in Hingehen


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