19.04.2007

Etoys „Mission Eternity“ und die Kunst des Back-Up

etoy sucht Alpha-Tester für die „Engelsapplikationssoftware-Version 0.1.7“: „The MISSION ETERNITY software is ready for boarding“, lautet etoys neuste Botschaft an uns Sterbliche. Und wie es sich für Medienkunst gehört, ist alles Materielle, hier der leibhaftige Tod, in Parallele gesetzt zum Digitalen, hier dem Tod der Daten. Mission Eternity ist auch eine Studie darüber, wie Normalsterbliche ihre Daten billig und sicher für die Ewigkeit speichern: Mission Eternity als Back-Up-Forschungsprojekt.

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Auf der etoy-Website kann man sich als Alpha-Tester anmelden. Ein Engel zu werden heisst, die Rolle eines Wächters über das Wissen und seine Vermittlung an spätere Generationen zu übernehmen, schreibt etoy in ihrem aktuellsten Rundmail. Um dann wieder einmal einen dieser Sätze im charakteristischen etoy-Sound folgen zu lassen: „You are the link between the living and the dead.“ Mission Eternity sei eine Generationen übergreifendes Kunstarbeit, die eine neue Form des Trauerns und Erinnerns zur Anwendung bringe. Bricht man den ergreifenden Überbau aufs Faktische herunter, dann geht es um die Aquirierung von Speicherplatz für Mission Eternity.

Die „Engelsapplikation“ ist ein Sub-Projekt von „Mission Eternity“. Das Ziel besteht darin, „die administrativen und materiellen Kosten des Back-Up zu minimieren und idealerweise sogar zu eliminieren“. Dazu entwickelt etoy eine „soziale Speicherungs-Infrastruktur, in der Leute miteinander kollaborieren, um ihre Daten gemeinsam zu sichern. Die erklärten Ziele von etoy lauten: hohe Speichersicherheit, niedrige Infrastruktur-Kosten, leichter Gebrauch, Datenschutz, gute Zugänglichkeit der Daten.



Publiziert von Admin Deutsch am 19.04.2007 10:25 in Mitmachen


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