09.04.2007

Wikipedia ernstgenommen

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Würde man eine Liste der am meisten verkannten Internet-Seiten machen, so würde wohl Wikipedia sie anführen. Printmedien und auch Wissenschafter werden nicht müde, dieser Online-Enzyklopädie mangelnde Seriosität vorzuwerfen. Solche Einschätzungen verkennen die Sachlage massiv. Wikipedia gehört wohl zu den interessantesten und vielleicht auch irritierendsten Phänomen der Internet Welt. Wer sich intensiv mit dem Phänomen befassen möchte, ist mit dem Workshop, der am 20.April am Institut für Medienwissenschaft der Universität Basel stattfindet, sicher gut bedient.


Die Zeitschrift „Economist“ bracht es kürzlich auf den Punkt: Würde mit der gleichen Akribie nach Fehlern in den Printmedien gefahndet mit welche gewisse Medien Fehler in der Wikipedia suchen, dann würde es sehr schlecht aussehen für die Printmedien. Tatsache ist , dass gerade Medienschaffende wohl zu den fleissigsten Kunden dieser Enzykopädie gehören. Und dass Schüler, Studenten und Wissenschafter dieses Nachschlagewerk fleissig benutzen, spricht ja nicht unbedingt gegen die Enzyklopädie!
Zwar kann sich beim Wikipedia-Projekt jede und jeder beteiligen, doch läuft das Ganze nicht ohne Regeln ab. Und darum geht es unter anderem im Basler Workshop. Der Ausschreibungstext liest sich spannend:
„Die freie Enzyklopädie Wikipedia ist längst schon Teil des wissenschaftlichen Alltags geworden. Wikipedia wird von Dozierenden ebenso genutzt wie von Studierenden, ist Steinbruch für eigene Texte und ein medialer Grossversuch zugleich. Fluch oder Segen? Im Rahmen des medienpraktischen Kurses „Schreiben für Wikipedia. Eine medienpraktische Einführung mit theoretischen Bezügen“ laden das Institut für Medienwissenschaft und das Historische Seminar der Universität Basel zu einem öffentlichen Werkstattgespräch ein“
Und hier gehts zur Website des Instituts, das den Workshop veranstaltet



Publiziert von Dominik Landwehr am 09.04.2007 12:22 in Hingehen


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