14.02.2007

Hype 3.0

w123_k.gifDarf’s noch ein bisschen mehr sein? Einfach nur HTML mit ein paar Hyperlinks drin reicht ja schon lange nicht mehr, wenn man mit seinen Webseiten etwas hermachen will. Und viele derer, die sich früher damit begnügten, als SurferInnen von Seite zu Seite zu gleiten, möchten nun doch lieber selber mitmischen.


Kurzum: Einfach nur World Wide Web war gestern. Oder besser gesagt: vorgestern?
w123_1.gifDenn findige Zeitgenossen haben längst erkannt: Auch das Web 2.0 ist ganz sicher noch nicht das Nonplusultra in Sachen Vernetzung.
Ganz sicher hat durch Blogs und Wikis, die es selbst Menschen ohne tieferen Einblick in Scripts und Codes ermöglichen, Inhalte ins Netz zu stellen bzw. direkt online zu erzeugen, die Zahl der aktiven NetznutzerInnen zugenommen.
Und erst Recht dürften so genannte „Social Software„-Anwendungen wie MySpace dieser Entwicklung einen ordentlichen Schub gegeben haben. Scheint jedenfalls ziemlich Vielen ziemlich gut zu gefallen, ca. 3400 echte „Freunde“ vorweisen zu können.
Böse Zungen behaupten nun gern, das sei ja alles schön und gut – unter dem Strich aber doch nur Mittel zum Zweck, um nach der geplatzen Netzhype-Blase der 1990er Jahre endlich mal wieder Geld mit Online-Geschäften zu machen. Mindestens handele es sich beim Hype um Web 2.0 um gezielt generierte heisse Luft, mit deren Dampf ein mögliches Bewusstsein darum vernebelt werden soll, dass hier massenweise NetznutzerInnen fleissig mit- und zuarbeiten – während nur wenige von ihnen die Regeln machen und den ökonomischen Gewinn einstreichen.
Insbesondere der letzteren Gruppe wurde jetzt mal mit den Zaunpfahl gewunken. Wer auf dem Markt am Ball bleiben will, darf sich schliesslich nicht zu lange auf den Bilanzen ausruhen – so sensationell sie auch ausfallen mögen. Nein, ein neuer Trend muss her! Der heisst in diesem Fall natürlich, wie jedes gute Upgrade: Web 3.0.
w123_2.gifWie es funktionieren könnte, hat Philipp Lenssen dieser Tage in seinem „Google Blogoscoped„-Blog vorgeschlagen:

„Pipe 25 digg-style-chosen RSS feeds into a single new feed, and add a social bookmarking service on top to find additional feeds. Convert the feeds to a podcast through a text-to-speech engine. Channel the podcast into audio-based social networks which have a subscriber/ payment/ commission model. […]“

Und so weiter und so weiter, siehe den Originaleintrag: „Ideas for Web 3.0„.
Toll! Nur: Wirklich witzig ist es genau genommen dann auch wieder nicht. Denn leider schaut das Ganze wie einer jener Scherze aus, die wenn nicht gestern dann spätestens morgen schon wieder von der Wirklichkeit überholt worden sein dürften.
Und das könnte früher oder später beispielsweise auch so aussehen:
w123_3.gif
[Den Hinweis auf die augenzwinkernden Web 3.0 Versionen verdankt miss.gunst dem De:Bug-Blog, „Irre komplex irre…“ – die Bildchen zur entsprechenden Vision drängten sich hernach wie von selber auf…]



Publiziert von Admin Deutsch am 14.02.2007 12:15 in Nachdenken


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