12.01.2007

Phänomenale(s)

phaen07_k.gifAn und für sich sind Phänomene, also Erscheinungen, nichts Aussergewöhnliches – sondern sozusagen Alltag. Dass sie mit Medien zu tun haben, liegt ebenfalls in der Natur der Sache: Eben weil sie nicht identisch mit letzterer sind, sondern das, was sich unserer Wahrnehmung vom jeweiligen Gegenstand vermittelt bzw. vermittelt wird.
Richtig spannend wird es in der Regel, wenn man Phänomene etwas genauer unter die Lupe nimmt.


Genau das ist es auch, was nicht nur Wissenschaft motiviert. Sondern ebenso seit je schon ihre allgemeine Anziehungskraft ausmacht, an die wiederum populärwissenschaftliche Attraktionen anknüpfen.
An die Stelle von Schauexperimenten, wie sie in früheren Jahrhunderten bisweilen auch auf dem Jahrmarkt stattfanden, sind in der Folge allerdings mehr museale Vermittlungsformen getreten – sowie schliesslich, als jüngstes Modell seit einigen Jahrzehnten die sogenannten „Hands On“-Science Center, die auf spielerische Experimente zum Anfassen und Mitmachen setzen.
Und die entprechenden Häuser – ob nun das Exploratorium in Frisco, die Cité des Sciences in Paris oder das Technorama in Winterthur – boomen.
phaen07_g.gifEiner der Neuzugänge in dieser Landschaft, das vor gut drei Jahren eröffnete „Phaeno“ in Wolfsburg, lockt nun ab dem heutigen Freitag (12.01.07) mit einer Sonderveranstaltungsreihe zu Phänomenen, die FreundInnen des digitalen brainstorming besonders interessieren könnte:
Phänomenale heisst das in Zusammenarbeit mit dem Wolfsburger Kunstverein veranstaltete Festival, dessen Motto in diesem Jahr „Maschinen für alle“ lautet.
Verhandelt wird letzteres in Form von drei Schwerpunkt-Wochenenden:
An diesem Wochenende (bis 14.01.) wird es erst einmal um Roboter gehen – und zwar nicht nur in Vorträgen und Filmen, sondern auch in Form solcher Leckerli wie einem Live-Act von Ex-Kraftwerker Karl Bartos.
Das zweite Wochenende (26. bis 28.01.) ist dann den Privatmaschinen wie Mobiltelephonen, mp3-Playern und Game-Konsolen gewidmet.
Und am dritten Wochenende soll es dann schliesslich um Cyborgs – also kybernetische Organismen und Bio-Robos (mehr dazu? Einfach im entsprechenden Bereich des medienkunstnetz nachschmökern!) – gehen. Natürlich wieder mit Vorträgen, Performances, Konzerten undsoweiter.
phaeno07_g2.gifIn den Wolfsburger Kunstverein sollte man aber nicht nur einen Abstecher machen, weil ebendort eh ein Teil der Veranstaltungen stattfindet. Vor allem anderen läuft dort nämlich (noch bis 18.02.) die sowieso sehr sehenswerte Ausstellung „Next Level. Von der Lust am Spiel in der Netzwerkgesellschaft“ (kleiner Einblick gefällig? Gibt auch eine nette Bildstrecke dazu).
Mit jeder Menge spannender Arbeiten von KünstlerInnen wie z.B. Natalie Bookchin (unbedingt kennenlernen, was auch online geht: ihr MetaPet), JODI, Felix Stephan Huber und last but not least Olaf Val – der in diesem Jahr nämlich auch bei digital brainstorming zu Gast sein wird.
Und zwar zum einen im Rahmen Schweizer Station der Ausstellung „Pong Mythos“ (s.a. den Eintrag in der netten Nachbarschaft beim homemade labor weblog sowie hier im Archiv des Kunst-Bulletin), die ab 17.08. im Kornhausforum Bern die Tore öffnet.
Sowie, wenn alles klappt wie geplant, zum anderen auch mit einem Workshop, bei dem man ein phänomenales Feld wie das der Computerspiel(bastelei) dann auch selber „Hands On“ erforschen kann.
Mehr dazu dann zu gegebener Zeit an dieser Stelle bzw. im digital brainstorming-Programm



Publiziert von Admin Deutsch am 12.01.2007 00:12 in Hingehen


Keywords: [Gesellschaft] [Medienkunst] [Wikipedia]


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