17.11.2006

Netlabelfestival Zürich

nlf06_ksw.gifDass nicht nur elektronische Musik, sondern auch deren artgerechte Verbreitung über das Netz rasant an Bedeutung gewinnen, dürfte sich mittlerweile nauch über einschlägig interessierte Kreise hinaus herumgesprochen haben.
Allerdings wird Letztere seitens einer breiteren Öffentlichkeit nach wie vor meist mit Stichworten wie „Tauschbörsen“ oder gar Musikpiraterie assoziiert. Übersehen wird dabei leicht, dass es eigentlich ganz andere sind, die sich auf diesem Feld für eine medien- und kunstgerechte Produktion und Distribution engagieren: Netzlabels nämlich.


nlf06_g.gifDeren Arbeit lässt sich in diesen Tagen zur Abwechslung mal nicht nur online, sondern aus nächster Nähe kennenernen: Beim Zürcher Netlabelfestival, das am heutigen Freitag und am morgigen Samstag in der Roten Fabrik stattfindet, gibt sich die Schweizer Szene mit internationalen Gästen ein Stelldichein.
Während an den beiden Abenden bzw. in den zugehörigen Nächten Live-Konzerte mit von Netzlabeln vertretenen KünstlerInnen locken (Freitag mit Schwerpunkt auf Breakbeats und 8-Bit, Samstag mehr aus dem Spektrum von Mininal und Electro), gibt es am Samstag Nachmittag von 17-20 Uhr zudem „Netlabel-Shortcuts“ zu Fragen und Problemen, die NetzlabelbetreiberInnen und den von ihnen vertretenen MusikerInnen aktuell auf den Nägeln brennen. Gesprochen werden soll dabei zum Beispiel über

„organisatorische Fragen, unterschiedliche Motivationen und die Praxis von Distribution und Networking. Software -u. Webentwickler stellen neue Technologien, Gestaltungsstrategien und deren Bedeutung vor. Weitere Themen sind Lizenzmodelle als Grundlage der freien Publikation, die Rolle der alten Medien und der Musikindustrie, Netlabels vs. Record Labels und die Bedeutung von freier Kultur in einer Welt der Geschäftsmodelle.“

Mit von der Partie sind dabei unter anderem Marcel Widmer von anorg.net, Eric Poscher von registeredcommons.org und Moritz Sauer vom deutschen Netzine phlow.net.
Wie es sich für eine netznahe Veranstaltung gehört, wird das Ganze auch per Live-Stream übertragen und dieser dann zudem archiviert. Allerdings scheint das nicht für die Diskussionen, sondern „nur“ für die Konzerte zu gelten.
Auch gut. Aber trotzdem: Gerade bei denen ist man am Ende natürlich doch am allerbesten vor Ort dabei…
Alles Wissenswerte inklusive Daten dazu: Auf der Heimseite des Netlabelfestivals.



Publiziert von Admin Deutsch am 17.11.2006 00:26 in Hingehen, Hören


Keywords: [Elektronische Musik]


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