10.11.2006

Wilhelm Tells digitale Reproduzierbarkeit

IMG_2_smart_crop2.jpgMan könnte erschrecken, kommt man auf der Anreise ins Altdorfer Museum „Haus für Kunst Uri“ am wuchtigen Original vorbei: Wir sind zwar sattsam vertraut mit dem Tell, aber einem Tell in reproduziertem, handlichem Format, in Postkartenformat zum Beispiel. Das Zürcher Medienkunst-Kollektiv „code flow“ (Dimitrina Sevova und Alain Kessi) zeigt im Altdorfer „Haus für Kunst Uri“ unter anderem sein neues Video „altdorf sightseeing tour – your guide: code flow“. Darin wendet das bulgarische-schweizerische Künstlerpaar das Kardinalthema der Medienkunst, die Reproduzierbarkeit, auf das gute alte Urner Städtchen und seinen steinernen Helden an. Eine wunderbare Gelegenheitsarbeit – und übrigens eine wunderbare Gelegenheit, das erst 2004 eröffnete Museum für zeitgenössische Kunst kennenzulernen.


ausstellung_grass.jpgSevova und Kessis Video-Arbeiten werden im Rahmen des dreiteiligen Zyklus „Digitaler Dachstock“ des Hauses für Kunst Uri gezeigt. Zuvor wurden Arbeiten der welschen Kunstgruppe Collectif Fact ausgestellt, eine dritte Mini-Ausstellung wird ab 23. November zu sehen sein. Der Zyklus ist ein interessantes Experiment bezüglich der Frage, wie digitale Kunst ausgestellt werden kann. Neben den Videos sind in der von der Künstlerin Martina Weber kuratierten Ausstellung auch Zeitungen und Bücher des Kollektivs code-flow präsentiert. Die Ausstellung läuft noch bis 17. November.
Bildnachweis: Das zweite Bild stammt aus der ebenfalls neuen Arbeit „luncheon on the grass – postproduction by code flow“ (2006).



Publiziert von Admin Deutsch am 10.11.2006 22:35 in Uncategorized


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