03.10.2006

Kunstfreiheit

kfch_ksw.gifVon der Freiheit der Kunst wird gern und viel geredet. Sowie geschrieben.
Meistens allerdings recht blumig – und ohne damit konkretes Handeln zu verbinden.
Anders liegt der Fall bei kunstfreiheit.ch, einer Initiative, die sich nicht nur einfach ein grosses Wort auf die Fahnen buchstabiert.


Gleich zum Einstand hat sie nämlich einen Offenen Brief (pdf) geschrieben, der u.a. an den Bundesrat Blocher gerichtet ist und dieser Tage seine Adressaten erreichen dürfte.
kfchb_g.gifLesen und bedenken sollten ihn jedoch nicht nur die persönlich Angesprochenen. Und unterzeichnen idealerweise wohl auch nicht nur diejenigen, deren Namen jetzt darunter stehen – die von Annette Schindler vom Basler [plug.in] und Felix Stalder von Studiengang Neue Medien der HGKZ Zürich. Denen sich aber bereits jetzt eine ganze Anzahl namhafter KollegInnen als ErstunterzeichnerInnen angeschlossen hat (siehe die Liste als pdf – mit von der Partie ist übrigens auch unser General Stumm).
In diesem Brief dargelegt findet sich die durchaus sehr berechtigte Sorge von KünstlerInnen und Kulturschaffenden ob der Konsequenzen, welche die anstehende Novelle der Urheberrechtsgesetze auf das gesamte kulturelle Feld zu zeitigen geeignet ist.
Vielleicht nicht alles Wissenswerte hierzu, aber doch einige der wichtigsten Eckdaten werden auf den Kunstfreiheit-Seiten (und im Brief) genannt. Wer mehr wissen und die Initiative diskutieren möchte, sollte sich unter anderem den Termin einer Podiumsveranstaltung zum Thema vormerken, die am 18.10.06 ab 18:00 Uhr in der HGKZ Zürich stattfinden wird.
Sowie, mindestens möchte dies miss.gunst wärmstens empfehlen, sich angelegentlich die mittlerweile recht reich bestückten Archive der Digitalen Allmend zu Gemüte führen. Auf die sie, nebenbei bemerkt, (ebenso wie gestern auf die kunstfreiheit-Initiative) in ihrer Haupt- und Stammresidenz, dem HOME MADE-weblog bereits verschiedentlich verwiesen hat.
kunstfreiheit.ch jedenfalls wünscht miss.gunst jedenfalls gutes Gelingen und nachhaltigen Erfolg – schon in ihrem ureigensten Interesse sozusagen. Vor allem aber: Im Interesse der Kunst.



Publiziert von Admin Deutsch am 03.10.2006 00:03 in Nachdenken


Keywords: [Urheberrecht]


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