26.09.2006

Helmholtz Hören

hhp_k.gifHermann von Helmholtz persönlich zu lauschen wäre bzw. ist sicher spannend gewesen. Zumal sich der Psychophysiker bekanntlich sehr um das Verhältnis von Akustik und Hören verdient gemacht hat.
Nun sind aus nahe liegenden Gründen leider keine Podcasts von ihm überliefert. Immerhin lässt sich jedoch auf eine Hör-Reihe mit spannenden Beiträgen aus den Natur- und Technikwissenschaften hinweisen, für die jene Forschungseinrichtung verantwortlich zeichnet, die seinen Namen trägt.


Die Helmholtz-Gemeinschaft Deutscher Forschungszentren bietet nämlich seit einiger Zeit unter dem Motto „Ohren auf für die Wissenschaft“ so genannte Helmholtz.AUDIO Podcasts an.
Das Angebot umfasst nicht weniger als vier verschiedene Formate, die teils wöchentlich, teils monatlich mit einer neuen Ausgabe aufwarten:
Wer rundum versorgt werden will, abonniert am besten gleich den Helmholtz.PODCAST, die monatiche Wissenschaftssendung, die neben Neuigkeiten aus den Instituten jeweils ein Schwerpunkt-Thema verfolgt, zu dem dann auch ein Interview mit einem Spezialisten auf dem entsprechenden Gebiet geführt wird.
hhp_g.gifLetztere beide kann man sich aber auch separat zu Gemüte führen, nämlich in Form des Helmholtz.THEMA-casts beziehungsweise des Helmholtz.INTERVIEWS, das zudem (wenigstens in Teilen) online auf den Seiten nachzulesen steht.
Der besondere Leckerbissen nicht nur jeder Monatssendung – hier gibt es nämlich sogar wöchentlich Nachschub – ist jedoch ein kleines Special namens Helmholtz.SCHONGEWUSST.
Wohl weniger, weil es von eben jener Dame eingesprochen wird, die in „Akte X“ Agent Scully ihre Synchronstimme leiht. Um ehrlich zu sein: Gerade die Hyperprofessionalität der Moderationen – die beharrliche NachrichtensprecherInnen-Fröhlichkeit im Tonfall selbst beim Einführen eher ernsterer Themen wie der Klimaveränderung bzw. deren Folgen kann schon ein wenig die Nerven strapazieren.
Was es zu Hören gibt, ist jedoch sowohl spannend als auch unterhaltsam aufbereitet. Durchaus auch für den Nachwuchs geeignet – und für alle anderen sowieso.
Am Schluss noch eine persönliche Empfehlung gefällig? Nun, das muss natürlich eine Helmholtz.SCHONGEWUSST-Folge sein. Und zwar den Neigungen des Mediums entsprechend zum Beispiel die, welche fragt:
„Schon gewusst, dass Eisberge singen können?“ (Anker zum mp3).
Und wenn’s etwas Längeres sein darf, dann ist das ganz klar – jedenfalls unter den bis dato publizierten Ausgaben – der Helmholtz.PODCAST zur Elementarteilchenforschung vom August diesen Jahres.
Wer hingegen mal wieder von Herrn von Helmholtz selig etwas über das Hören lesen möchte, dem sei eine Adresse der Universitätsbibliothek Karlsruhe empfohlen:
Dort hat es nämlich eine digitalisierte Ausgabe seines Buches „Die Lehre von den Tonempfindungen als Physiologische Grundlage für die Theorie der Musik“ (1863 ) – wahlweise als Reintext oder als gescanntes Original. Was sich dann wohl nur noch von einem glücklichen Fund im Antiquariat toppen lässt…



Publiziert von Admin Deutsch am 26.09.2006 22:59 in Hören


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