20.08.2006

Web 2.0 – Modewort, Geldmaschine oder was?

Als anfangs der 90er Jahre das World Wide Web (nicht das Internet!) von Leuten wie Tim Berners-Lee und Robert Cailliau erfunden wurde, träumten viele von einem durchlässigen, demokratischen Medium. Die Hoffnungen haben sich nur zum Teil erfüllt. Unter dem Modewort „Web 2.0“ wird der Traum jetzt weiter geträumt. Die Hochschule St.Gallen und Ihr Institut für Medienmanagement beschäftigen sich im Oktober einen Tag lang mit den neuen Möglickeiten.


Das Programm liest sich spannend – das spricht unter anderem der Trendforscher Matthias Horx – er meldet sich gleich mit dem Neologismus „Technolution“ zu Wort – in einem Panel geht es um „Unternehmenskommunikation in Zeiten des Corporate Blogging“, schliesslich fragt der Chefredaktor der Netzzeitung (ein widersprüchlicher Begriff…) wie Mediennutzer dem Journalismus Konkurrenz machen. Unter „angefragt“ ist ein ehemaliger „Chief Scientist“ des Internet-Buchhändlers Amazon aufgeführt und der Titel seines Referates ist vielleicht Leitthema der ganzen Tagung „Nutzerwünsche kanalisieren und kapitalisieren“.
Damit ist vielleicht auch die Frage nach den neuen Möglichkeit des Internets erledigt. Es geht offenbar nicht um Demokratisierung und der alte Traum von Bertolt Brecht entpuppt sich auch da als Utopie, denn was den Homo Sapiens treibt ist, so will es das Weltbild der Ökonomen, sein Streben nach Reichtum. Wohl bekomms
Wer sich trotzdem für die Tagung interessiert findet auf der Website des Institutes weitere Informationen:
8. =mcmforum Web 2.0 – the next generation
P.S.
miss.gunst kann sich nicht enthalten, frech eine kleine Ergänzung zu diesem Eintrag von Kollegen Sternenjäger einzufügen:
Das Ganze kostet übrigens Teilnahmegebühr: Für Studenten und Frühbucher bis 15. August, CHF 290.– / €190.–, danach – ergo mittlerweile – beträgt die Teilnahmegebühr CHF 490.– / €320.–.
Sage noch eine/r, dass sich mit Web 2.0 kein Geld verdienen liesse…



Publiziert von Dominik Landwehr am 20.08.2006 12:19 in Hingehen




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