17.08.2006

Elektroakustisch-umwitterter Palazzo Castelmur

castelmur_fassade.jpgEin Lastminute-Tip fürs Wochenende: Wer einmal vom Maloja-Pass hinunter ins Bergell gewandert ist, wird die imposante Fassade des Palazzo Castelmur noch irgendwo im Gedächtnis gespeichert haben. Ein stummes Monument vergangener Zeiten, doch seit Sommer 2005 spukt es im Schlossgarten. Wer sein Gedächtnis elektroakustisch und tontechnisch avanciert auffrischen will, hat diesen Samstag dazu Gelegenheit.


Seit dem Sommer 2005 befindet sich im Bergeller Palazzo Castelmur (in der Nähe von Stampa und Vicosoprano) ein «Giardino del suono», ein elektroakustischer Klanggarten, den der Schweizer Ton-Ingenieur Jürg Jecklin eingerichtet hat. Seit Anfang Woche ist das Zürcher Musik-Kollektiv Superterz im Palazzo Castelmur zu Gast und experimentiert mit der Anlage – die nicht nur den leisesten Windhauch und atmosphärische Schwingungen einfängt, sondern, wenn es denn einmal erforderlich wäre, auch eine Autobahn klanglich simulieren könnte. Diesen Samstag, 19 Uhr, mündet die Experimentierwoche in eine Soundperformance. Das ist zweifellos eine gute Gelegenheit, das kühne Experiment Jecklins- die digital-akustische Erweckung eines Bergeller Architektur-Wahrzeichens – in actu zu erleben. Wer noch zaudert, findet auf clickhere.ch noch etwas mehr Information. Und wer sich dann doch nicht entschliessen könnte, selber hinzufahren, für die oder den schliesst General Stumm dieses kleine Schreibwerk mit dem vermessenen Satz: „Nächstens mehr.“



Publiziert von Admin Deutsch am 17.08.2006 05:45 in Hingehen




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