08.08.2006

Netzkunst-Pensionär bei guter Gesundheit

bunting_sea_gross.jpg «if you fall off, you fall in the deep blue sea»: So lautet Heath Buntings Warnung für diejenigen, die ihn bei seiner Klettertour an die Küste von Southampton begleiten wollen. Höhlen, Klippen und was immer es an unverkabelten Räumlichkeiten dort draussen in der Natur gibt: Sie sind seit einigen Jahren sein bevorzugter Aufenthaltsort. Dabei war Bunting in den 90er Jahren der Vorzeige-Netzkünstler per excellence. 1997 erklärte er sich jedoch für frühzeitig pensioniert.


Denkt er kein bisschen an Schach und Verkabelungen, Bits und Handshake-Töne, wenn er da oben auf der Felsklippe ins Tiefblaue start – und allenfalls springt? Oder zumindest dann, wenn er später in seiner Mitteilung auch noch «deep blue» schreibt? Ich meine, doch, er tut beides! Und pokere: Buntings Verhältnis zum Netz und seinen Maschinen ist nicht weniger intensiv, sondern nur noch dialektischer geworden, als es schon immer war.
Doch wer sich selbst ein Bild von Buntings (Netz und allenfalls Schwimm-)Künsten und der vom ihm Mitte der 90er Jahre gegründeten Plattform http://www.irational.org machen will: In Dortmund zeigt der Hartware MedienKunstVerein (HMKV) vom 29. August bis 29. Oktober die Ausstellung «The Wonderful World of Irational»..



Publiziert von Admin Deutsch am 08.08.2006 14:11 in Hingehen


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